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Nächster Streich - Der Praktikant ist an der Tastatur. Bei einer kurzen Pause in einem Cafe sprechen wir ein junges Paar an, sie sind mit ihren beiden Kindern in einem Kurzurlaub und möchten uns gerne Rede und Antwort stehen, sogar gefilmt werden, auf ihre Namen sollen wir allerdings verzichten. Die Dame unterstützt die Mission in Afghanistan, findet es richtig zu versuchen, in diesem Land etwas aufzubauen. Allerdings weiß sie auch um die Schwierigkeiten, die gerade in dem Fehlen von Infrastruktur und Staatlichkeit besteht. Wie sie sich denn informieren würden, wollen wir wissen? Durch die Tageszeitung, das Fernsehen, normale Medien eben. Die Antwort auf unsere nächste Frage haben wir schon einmal gehört. “Fühlen sie sich durch diese Medien umfassend informiert?”. “Nee” antworten beide kopfschüttelnd. Allerdings lasten sie dieses Versagen auch der Politik an. Diese würde kein Interesse haben, die Menschen umfassend mit Informationen zu versorgen. Auch die Bevölkerung selbner sei schuld, das würde man ja auch an der niedrigen Wahlbeteiligung sehen. Sie würden sich wirklich gerne besser informieren, wollen Anteil nehmen am Schicksal der Soldaten. Sie wirft noch ein, man würde ja einiges über das Schicksal der amerikanischen Kriegsheimkehrer erfahren, über das Los der deutschen Soldaten allerdings nicht.
Wider dem freundlichen Desinteresse! Etwa 15 Minuten nach unserem Gespräch richten die beiden noch einmal das Wort an mich, den Soldaten. Ob ich denn keine Angst hätte und was ich fühlen würde, wenn ich nach Afghanistan müsste? Ich beantworte die Frage gern. Das Ziel ist erreicht, die beiden zeigen freundliches, und vor allem aufrichtiges, Interesse.